Prolog 1

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Aufstehen, Frühstück machen, und in der Zwischenzeit das Bentou vorbereiten.

 

Das Morgentraining meines Klubs absolvieren, zum Unterricht gehen und dann wieder zum Klub.

 

Nachdem ich mit meinen Freunden im Klub abgehangen habe, gehe ich wieder nach Hause. Ich bade und ziehe mich um.

 

Mit der Familie zusammensitzen und dann ausruhen.

 

In späten Herbstnächten lese ich Bücher, spiele Games und surfe im Netz.

 

Schlafen.

 

Mehr habe ich nicht getan.

 

Vielleicht gab es dazwischen noch etwas, aber das ist nicht wirklich von Belang.

 

„Deswegen ist es seltsam, wenn ich nicht schlafend in meinem Haus bin!“

 

Das stimmt. Zweifelsohne.

 

Und trotzdem, ‚hier‘ bin ich.

 

In einem einem quadratischen Zimmer, das aussah, als wären Sterne aufgedruckt worden. Ich habe den Boden und die Wände des Raumes inspiziert.

 

Ich war beunruhigt von der Tatsache, dass es keine Tür oder einen Weg heraus gibt.

 

Und seit ich hier war, habe ich die ganze Zeit keine Präsenz von jemand anderem wahrnehmen können.

 

Gerade eben hatte ich meinen Rücken einer der Ecken des Zimmers zugewendet und gegrübelt.

 

„Du bist wirklich ruhig, hm?“

 

„?!“

 

Eine Stimme. Die Lautstärke war wirklich ohrenbetäubend, aber trotzdem passierte nichts mit dem Raum. Als ich mich im Raum umsah, bemerkte ich, dass sich nichts verändert hatte.

 

„Ich habe nur einmal eine laute Stimme benutzt, und schon schaust du dich um und versuchst zu verstehen, was Sache ist. Und währenddessen versuchst du, deine Gedanken zu ordnen, was.“

 

„Wer bist du?“

 

Die Stimme fuhr fort. Ich verstand nur, dass es eine Stimme war. Scheinbar versteht man sie besser, wenn man direkt fragt.

 

„Würdest du mir glauben, wenn ich sagen würde, ich sei Gott?“

 

„Nie im Leben.“

 

Waren bei der Stimme ein paar Schrauben locker?

 

„Das ist schade. Dann werde ich dich jetzt in eine wirklich gute andere Welt schicken. Für diese Reise gibt’s übrigens keine Rückfahrkarte, du wirst also nicht in deine alte Welt zurückkehren können.“

 

„Hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey!!“

 

Wie kann man so etwas Dummes so ruhig sagen?

 

„Was du zu tun hast, solltest du die Person fragen, die für den Ort, an den du kommst, zuständig ist. Damit tut mir das zwar leid, aber ich bräuchte ein Zeichen der Zustimmung hierzu von dir.“

 

„Das kannst du dir abschminken!“

 

Wie erwartet erhob ich die Stimme. Das ist doch klar, offensichtlich. Wer würde denn zustimmen, nachdem er so etwas gehört hat?!

 

„Oh, du willst nicht? Das ist eine eigenartige Diskussion, ich hörte, du würdest gehen.“

 

Die Stimme schien einen betroffenen Ton anzuschlagen. Auch Scherze haben ihre Grenzen. Ich habe noch nie davon gehört!!!

 

„Das ist keine Lüge, ich hab davon noch nie gehört! Okay? Außerdem, welcher Idiot würde bei Gerede über eine andere Welt zustimmen?! Worüber wir gerade geredet habe, ist an sich schon bizarr genug!“

 

Ich versuchte, mit allem was ich hatte, zu erklären.

 

„Fumu, scheint, als warst das wirklich nicht du. Das war mein Fehler, ich entschuldige mich.“

 

„Weißt du … Es freut mich, dass du dich entschuldigst, aber wirst du mich zurückbringen?!“

 

Meine normale Stimmlage war noch immer nicht zurückgekehrt. Es war zwar keine Grabesstimme, aber ich weiß, dass es nicht gerade ein höflicher Tonfall war. Schuld daran ist diese unglaublich seltsame Situation. Es ist nicht meine Schuld.

 

„Natürlich.“

 

So sagte die Stimme.

 

Ich bin erleichtert. Es ist eine ‚Stimme‘, die versteht. Normalerweise ist das jetzt der Teil wo man sagen würde „Es tut mir leid“, „Unmöglich“ oder „Also dann, gib alles“, bevor du rausgeworfen wirst.

 

Oder der ‚Du-bist-schon-tot‘-Typ erzählt dir das und hört sich deine Beschwerden gar nicht erst an und wirft dich in eine andere Welt. Das dachte ich, würde passieren …

 

Ich bin gerettet.

 

„Nun, es tut mir wirklich leid … Aber dann muss entweder deine kleine oder große Schwester.“

 

Ich nehme zurück, was ich gerade gesagt habe. Der Kerl hatte etwas gesagt, das nicht als Scherz durchgeht. Er sagte es ganz ungezwungen, aber diese Worte konnte ich nicht einfach so übergehen.

 

„Hey, was hast du gerade gesagt?“

 

„Hmm? Wenn du nicht teilnimmst, bedeutet das, dass eine deiner Schwestern gehen muss.“

 

„Komm mir nicht mit ‚hmm‘! Wenn du meinen Schwestern irgendwas antust, mache ich dich fertig!“

 

Die beiden haben sich benommen wie immer. Es war unmöglich, dass eine der beiden diese Situation im Voraus akzeptiert hatte. Und ohne sich überhaupt erst darum zu scheren, sagte dieser Kerl einfach, er würde eine der beiden nehmen. Leg dich nicht mit mir an.

 

„Aber weißt du, du bist der älteste Sohn der Misumi-Familie. Misumi Makoto-kun, oder?“

 

Woher kennt er meinen Namen?

 

„Mir wurde gesagt, dass die Kinder des Misumi-Haushalts davon gehört haben sollten?“

 

Die Stimme schien betroffener als zuvor. Ich war überrascht von dieser Stimme. Selbst wenn sie mich aus heiterem Himmel gekidnappt hatte, versuchte sie dennoch, meinen Willen zu respektieren.

 

Damit …

 

„Also … Könntest du mir erst mal deinen Namen verraten?“

 

Genau. Ich hatte es irgendwie geschafft, nicht in Panik zu verfallen, aber ich war nicht gerade die Ruhe selbst.

 

“Ich bin nur irgendwie ruhig” ist eine bessere Art, es auszudrücken. Ich muss etwas zur Ruhe kommen.

 

Ich kannte noch immer nicht die Identität der Stimme.

 

„?? Fumu, du hast recht. Ich entschuldige mich dafür, mich nicht vorgestellt zu haben. Ich werde Tsukuyomi genannt.“

 

„Verstehe, Tsukuyomi. Tsukuyomi … Tsukuyomi?!“

 

„Oha, du kennst mich? Du bist ziemlich bewandert.”

 

„Einer der drei Shinto-Götter, ‚der‘ Tsukuyomi no Mikoto?!”

 

„Oh, ganz genau. Auch wenn ich im Vergleich zu den anderen beiden nur ein Nebencharakter bin.“

 

Nun, das stimmt wohl. Aber selbst dann ist es noch ein großer Name.

 

Ich mag Mythen und Geschichte (wenn auch nur ein wenig), deswegen war es eine ganz große Hausnummer, wenn das, was die Stimme sagte, wahr war.

 

„Wieso kennt mich Tsukuyomi-sama?“

 

Fangen wir mal mit der Sache an, die ich am wenigstens verstehe. Ich habe nicht verstanden, warum ich ausgewählt wurde, in eine andere Welt zu reisen.

 

„… Verstehe, du weißt wirklich von nichts. Nun gut, dann werde ich es dir erzählen.“

 

Was dann gesagt wurde, konnte ich einfach nicht begreifen.

 

Ich war in einer ziemlich guten Lage verglichen mit den Leuten, die in eine andere Welt gerufen wurden, sich verirrten oder wiedergeboren wurden. Das dachte ich zumindest.


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